Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 03.03.2021 | ±4 Minuten Lesezeit

Die Bezahlung der Kosten für das Visum Myanmar in Euro macht den Preis für Antragsteller unabhängig von den Schwankungen des Wechselkurses. Während des Aufenthaltes in Myanmar ist es in der Regel jedoch unmöglich, mit Euro zu bezahlen. Die Währung von Myanmar ist der Kyat, aber an einigen Stellen im Land werden auch US-Dollar akzeptiert. In diesem Artikel lesen Sie mehr über die Zahlungsgewohnheiten in Myanmar und die Vorbereitungen für eine Reise nach Myanmar.

Zahlungsgewohnheiten in Myanmar

Die Währung Myanmars ist der Kyat (MMK). Im Februar 2021 war ein Euro etwa 1.700 Kyat wert. Der Kyat ist in Scheinen von 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1.000, 5.000 und 10.000 erhältlich. Sie sollten genügend kleine Scheine für kleinere Einkäufe bereithalten, da in Geschäften oder Restaurants nicht immer genügend Wechselgeld verfügbar ist. In Myanmar wird es immer üblicher, Trinkgeld zu geben, zum Beispiel an Reiseführer, Fahrer und in Hotels und Restaurants. Die Einkommen in Myanmar sind im Vergleich zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz sehr niedrig. Ein Richtwert für das Trinkgeld sind fünf bis zehn Prozent.

In manchen Hotels und für einige Inlandsflüge muss mit US-Dollar gezahlt werden. Auch Eintrittsgelder müssen in einigen Fällen in Dollar bezahlt werden. Es ist daher ratsam, auf Ihrer Reise nach Myanmar sicherheitshalber einen Betrag in US-Dollar mitzunehmen. Achten Sie darauf, dass alle Dollarscheine, die Sie beim Geldwechsel erhalten, unbeschädigt sind und bewahren Sie diese sorgfältig auf. Amerikanische Dollars, die eingerissen sind, Flecken oder Falten haben, werden oft nicht angenommen.

Vor der Abreise Euros in Kyat wechseln nicht mehr nötig

Bis vor einigen Jahren war es für Touristen kaum möglich, in Myanmar Bargeld abzuheben, und mussten sie daher bereits vor der Abreise Geld wechseln. Jetzt können Sie jedoch an immer mehr Stellen in Myanmar auch direkt Kyat abheben. Daher ist es nicht mehr notwendig, bereits vor der Abreise Kyat zu besorgen. In allen größeren Städten gibt es ausreichend Geldautomaten, an denen europäische Bankkarten akzeptiert werden und auch in immer mehr kleineren Orten ist es möglich, mit einer europäischen Bankkarte Geld abzuheben. Wenn Sie in abgelegene Gebiete reisen, sollten Sie jedoch genügend Bargeld für zumindest ein paar Tage mitnehmen.

Bei der Ankunft am Flughafen können Sie sowohl Geld abheben als auch Euro in Kyat tauschen. Da Wechselstuben in der Regel hohe Umtauschgebühren verlangen, ist es meist billiger, Geld abzuheben, als umzutauschen. Für das Abheben von Geld an einem Geldautomaten werden zwar Gebühren in Rechnung gestellt, jedoch sind diese meist viel niedriger als die in einer Wechselstube.

Erforderliche und empfehlenswerte Vorbereitungen

Obwohl es nicht mehr notwendig ist, vor der Abreise nach Myanmar Geld zu wechseln, müssen einige andere Dinge sehr wohl bereits vor der Abreise geregelt werden. Dazu gehört die Beantragung eines Visums für Myanmar. Auch wenn vor der Corona-Krise ein Pilotprojekt lief, in dessen Rahmen deutsche Staatsangehörige ohne Visum nach Myanmar reisen durften, ist einerseits völlig unklar, ob dieses Pilotprojekt nach der Corona-Krise, vor allem wegen möglichen Kontrollen auf Impfungen oder Covid-19-Tests wiederaufgenommen wird und mussten und müssen andererseits Österreicher/-innen und Schweizer/-innen sowieso vor der Abreise bereits über ein Visum verfügen. Reisende, die die Voraussetzungen für die Einreise mit dem E-Visum für Myanmar erfüllen, stellen ihren Antrag einfach online. Sie müssen nicht zur Botschaft, um ihren Reisepass abzugeben und/oder das Visum abzuholen. Die meisten deutschen, österreichischen und Schweizer Tourist/-innen, die sich nicht länger als 28 Tage in Myanmar aufhalten, können das E-Visum verwenden.

Außerdem muss die Bankkarte für den Einsatz außerhalb Europas aktiviert werden. Die Banken haben als Vorsichtsmaßnahme gegen Betrug die Verwendung von Debitkarten außerhalb der Eurozone in der Grundeinstellung blockiert. Daher müssen Sie Ihre Bankkarte für die Verwendung im nicht-europäischen Ausland aktivieren, bevor Sie abreisen. Das können Sie meistens selbständig im Internetbanking oder mit der App Ihrer Bank regeln.

Und zum Schluss ist es empfehlenswert, vor der Reise eine Kreditkarte zu beantragen - soweit Sie nicht bereits eine haben. Auch wenn die meisten europäischen Bankkarten mittlerweile in Myanmar akzeptiert werden, kommt es manchmal vor, dass Ihre Karte an einem Geldautomaten nicht funktioniert. In einem solchen Fall und ähnlichen Fällen ist es hilfreich, eine Kreditkarte zur Hand zu haben. Es kann auch sinnvoll sein, eine Debitkarte einer anderen Bank für Notfälle mitzunehmen.

Visum Myanmar vor der Abreise beantragen

Das e-Visum Myanmar müssen Sie bereits vor der Abreise online beantragen, da es für Tourist/-innen - von Pilotversuchen einmal abgesehen - keine Visa on Arrival gibt. Sie bezahlen die Kosten für die Beantragung des Visums nicht in Kyat, sondern einfach in Euro. Auf diese Weise sind Wechselkursschwankungen für Sie nicht relevant. Sie bezahlen die Antragskosten von 74,95 € pro Person einfach und sicher mit eps- oder Sofortüberweisung (Klarna), PayPal oder Kreditkarte. Nach der Begleichung der Kosten laden Sie für jede/-n Reisende/-n ein digitales Passfoto hoch. Damit kann der Antrag bearbeitet werden. Das Visum Myanmar wird in der Regel innerhalb einer Woche erteilt und per E-Mail verschickt.