Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 19.03.2021 | ±5 Minuten Lesezeit

Nach der Erteilung Ihrer eTA können Sie die Planung Ihrer Reise nach Kanada weiter ausarbeiten. Reisende schätzen an Kanada oft besonders seine unberührten Natur. Neben vielen (wilden) Tierarten verfügt das Land über riesige Naturreservate und Nationalparks. Dieser Artikel beschreibt drei der schönsten Nationalparks in Kanada.

(Unberührte) Natur in Kanada

In Kanada gibt es mindestens 39 Nationalparks. In den kommenden Jahren kommen hier möglicherweise weitere hinzu. Acht Gebiete, die außer diesen Nationalparks noch durch Parks Canada verwaltet werden, werden derzeit (noch) als Naturlandschaften oder Park Reserves bezeichnet, da sie nicht offiziell als Nationalparks anerkannt sind. Die 47 Naturgebiete umfassen zusammen etwa 328.000 Quadratkilometer. Obwohl sich die meisten Nationalparks im Westen Kanadas befinden, befindet sich auch mindestens einer in jeder Provinz in den anderen Teilen des Landes. Die Ökosysteme der Nationalparks sind unterschiedlich, von Bergen und Ebenen bis hin zu Wäldern, Seen und Gletschern und schützen Wildtiere und Landschaften. Mindestens zehn der Nationalparks stehen auf der Welterbeliste der UNESCO.

1. Wood Buffalo

Das beeindruckendste an Kanadas Nationalparks ist ihre Größe. In der Mitte des Lands liegt der Wood Buffalo National Park, der mit einer Fläche von 44.800 Quadratkilometern der größte Park in ganz Kanada und der zweitgrößte Nationalpark der Welt ist. Der Park wurde 1922 mit dem Ziel, die letzten Herden der Bisons zu schützen, gegründet und nach dieser Tierart benannt. Die Gesamtzahl der wilden Bisons im Bestand wird derzeit auf ca. 5.000 geschätzt. Auch die Schreikraniche, die als Vogelart selten und gefährdet sind, haben ihren letzten natürlichen Nistplatz im Nationalpark. Nicht nur wegen des Bestands an wilden Bisons, sondern auch wegen des Peace-Athabasca-Deltas wurde der Nationalpark 1983 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Das Peace-Athabasca-Delta ist das größte Süßwasserdelta im Inneren Nordamerikas. Das Delta umfasst 321.200 Hektar und entsteht durch den Zusammenfluss der Flüsse Peace und Athabasca zum Slave River und den Lake Athabasca. Außerdem haben Sie hier zwischen Oktober und April eine realistische Chance, Nordlichter mitzuerleben.

2. Jasper

Auch der Jasper National Park darf auf der Liste der beeindruckenden Nationalparks nicht fehlen. Der Park ist 10.878 Quadratkilometer groß und ist ein echter Gebirgs-Nationalpark. Die Berggipfel können zu Fuß oder, im Fall von Whistler Mountain, mit der Jasper Tramway erreicht werden. Die Aussicht von den Berggipfeln lohnt die Mühe auf jeden Fall. Um zu den Gletschern des Columbia Icefield und vielen anderen gelangen zu können, wurde der Icefields Parkway angelegt. Diese Straße durch die Rocky Mountains ist 230 Kilometer lang und führt Sie von Jasper entlang verschiedener Sehenswürdigkeiten zum Lake Louise im Nationalpark Banff.

3. Banff

Nördlich des Jasper National Park liegt der Banff National Park. Mit einer Fläche von 6.641 Quadratkilometern ist der Banff-Nationalpark zwar nicht der größte Nationalpark Kanadas, aber der bei Touristen beliebteste. Es verwundert nicht, dass der Banff-Nationalpark auf der Welterbeliste steht, denn können Sie zu jeder Jahreszeit etwas erleben. Im Winter bietet Banff Skigebiete und im Sommer laden Wasserfälle und Seen zum Wandern ein. Die beeindruckendsten Fotos machen Sie am Moraine Lake, der zwischen Gletschern liegt und in dessen azurblauem Wasser sich die Bergketten spiegeln. Der Nationalpark ist auch von historischer Bedeutung. Er war nicht nur der erste Nationalpark in ganz Kanada, sondern auch der erste, in dem ein Städtchen - an den natürlich vorkommenden Warmwasserquellen - lag.

Außer Wood Buffalo, Jasper und Banff stehen noch einige kleinere kanadische Nationalparks auf der Welterbeliste. Denken Sie an die Nationalparks Gros Morne (ca. 1.800 km²), Kootenay (ca. 1.406 km²), Yoho (ca. 1.313 km²) und Waterton Lakes (ca. 505 km²). Ein interessantes Detail ist, dass der Nationalpark, der jedes Jahr die wenigsten Besucher anzieht, der Tuktut-Nogait-Nationalpark (± 18.800 km²) ist. Die Lage dieses Nationalparks, der nach dem Karibu benannt ist, aber auch viele andere Wildtiere beherbergt, ist alles andere als ideal und ein Besuch dieses Parks ist nur für Reisende möglich, die bereit sind, eine Strecke von 170 Kilometern nördlich des Polarkreises zurückzulegen.

Moraine LakeMoraine Lake im Banff National Park

3. Parks Canada Discovery Pass

Wenn Sie vorhaben, mehrere Nationalparks in Kanada zu besuchen, ist ein Eintrittspass zu einem ermäßigten Tarif zu erwerben, die Überlegung wert. Dieser Pass gewährt Ihnen ein Jahr lang unbegrenzten Zugang zu den verschiedenen Monumenten und Nationalparks in Kanada, die normalerweise eine Eintrittsgebühr pro Tag verlangen. Der Pass kostet 70 CAD (umgerechnet etwa 47 €) pro Person oder 136,40 CAD (umgerechnet etwa 91 €) für eine Familie mit bis zu sieben Personen und ist am Eingang jedes Nationalparks erhältlich.

eTA oder Visum Kanada

Wenn sie die Naturschönheiten Kanadas sehen möchten, benötigen Sie ein Visum oder eine eTA Kanada. Eine eTA ist kein physisches Dokument, sondern eine elektronische Reisegenehmigung. Auf diese Weise müssen Sie nicht mehr zum Konsulat oder zur Botschaft gehen, sondern können einfach und schnell online Ihren Antrag stellen. Beim Einchecken für Ihren Flug wird anhand Ihrer Reisepassnummer überprüft, ob Ihnen eine gültige eTA erteilt wurde. Bitte lesen Sie die Voraussetzungen für die Einreise mit dem eTA Kanada vor der Antragstellung sorgfältig durch. Sie können zum Beispiel die eTA nicht verwenden, wenn Sie vorhaben, länger als sechs Monate im Land zu bleiben. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht nach Kanada reisen können. Sie können in diesem Fall schließlich immer noch ein Visum für Kanada beantragen.