Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 06.08.2021 | ±5 Minuten Lesezeit

Neuseeland ist berühmt für seine überwältigenden Naturlandschaften. Die Vielfalt der Landschaftsformen und die unglaublichen Orte, an denen Sie übernachten können, machen es zum idealen Ziel für eine Reise mit dem Wohnmobil. Sie sollten nicht nur die Reise und die Zwischenstopps planen, sondern bereits vor der Reise auch einen internationalen Führerschein und ein Visum Neuseeland beantragen.

Die Route für eine Reise festlegen

Neuseeland ist optimal geeignet für eine Rundreise mit dem Wohnmobil. Obwohl seine Größe nicht mit Ländern wie den Vereinigten Staaten vergleichbar ist, sind die Entfernungen relativ groß (das Land ist 1600 km lang), aber auf einem Roadtrip mit mehreren Stopps überschaubar. Ihr Vorteil, wenn Sie ein Wohnmobil mieten, ist die Möglichkeit, überall hinzukommen, ohne auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein und ständig Unterkünfte buchen zu müssen. Sie sollten die Reiseroute im Voraus auf jeden Fall zumindest ungefähr planen, um die Entfernungen zwischen den Orten, die Sie besuchen möchten, einschätzen zu können und Überraschungen in letzter Minute zu vermeiden.

Die Nordinsel

Die am häufigsten gewählte Route für Wohnmobil-Fahrer/-innen ist von der Spitze (der Insel) zur Spitze (der anderen Insel): von der Nordinsel zur Südinsel. Sie beginnt normalerweise in der nördlichen Stadt Auckland, der größten Stadt des Landes und neben der Hauptstadt Wellington der wichtigste internationale Zugang nach Neuseeland. Nach dem Besichtigen der Sehenswürdigkeiten dieser multikulturellen Stadt mieten Sie ein Wohnmobil von einem der vielen verfügbaren Anbieter und beginnen Ihren Roadtrip. Sie sollten die Region Northland, mit ihren atemberaubenden Stränden und hübschen Küstenstädten, sicher besuchen. Ein Halt, an dem Sie einen näheren Einblick in die Maori-Kultur bekommen, ist die Stadt Rotorua. Anschließend können Sie durch die zentrale Hochebene weiterfahren und den Tongariro-Nationalpark, mit seinen beeindruckenden Gipfeln besuchen. Den Mount Ngauruhoe, der aus "Herr der Ringe" bekannt ist, sollten Sie nicht links liegen lassen. Ein weiterer Pflichtbesuch ist Neuseelands malerische Hauptstadt Wellington, die an der Südspitze der Nordinsel liegt.

Die Südinsel

Von dort aus können Sie eine Fähre über die Cook Strait nach Pincton Harbour auf der Südinsel nehmen. Die Reise geht weiter durch die Weinregion Marlborough und ihre Hauptstadt Blenheim, die nur eine halbe Autostunde von Pincton entfernt ist. In der Nähe befindet sich Hanmer Springs, das für seine heißen Quellen bekannt und ideal für Wellness ist. Anschließend besuchen Sie Christchurch, die größte Stadt der Südinsel, und Dunedin, die zweitgrößte. Sollten Sie die Zeit dafür haben, besuchen Sie dann auch die unglaubliche Wildnis von Stewart Island, bevor Sie, wieder auf der Südinsel, den Fiordland National Park bestaunen. Queenstown mit seinen Bergen und Abenteuerangeboten ist in der Regel Teil der letzten Etappe der Reise, bevor die Route mit einem Besuch am Lake Wanaka und seinem einsamen Baum endet und Sie den beeindruckenden Fox-Gletscher mit eigenen Augen sehen.

Führerschein, NZeTA und andere Dokumente

In Neuseeland darf man mit einem B-Führerschein ein Wohnmobil bis zu 3500 Kilo lenken. Zusätzlich zum nationalen Führerschein wird ein internationaler Führerschein benötigt. Dieses Dokument muss daher vor der Abreise eingeholt werden. Sie sollten auch eine Kreditkarte mit auf die Reise nehmen, vor allem auch um die Miete des Wohnmobils und die dazugehörende Kaution zu bezahlen. Vollständigkeitshalber sei hier angemerkt, dass in Neuseeland auf der linken Straßenseite gefahren wird und dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit 100 km/h beträgt.

Eine weitere Verpflichtung vor der Reise nach Neuseeland ist die Beantragung einer NZeTA. Die NZeTA ist eine elektronische Reisegenehmigung, die Sie online mit dem digitalen Formular beantragen. Nach der Begleichung der Kosten in Höhe von 49,95 € wird das NZeTA Visum in der Regel innerhalb von 1 Woche erteilt. Ein NZeTA ist zwei Jahre lang gültig und erlaubt Ihnen einen Aufenthalt von maximal 3 Monaten pro Besuch in Neuseeland. Das verschafft Ihnen genügend Zeit, um eine Wohnmobil-Tour durch dieses wunderbare Land machen zu können.

Unterkünfte: Campingplätze und gratis Stellplätze

Neuseeland ist ein großartiges Land für Reisen mit dem Wohnmobil und Übernachtungen an unvergesslichen Orten. Seien Sie sich jedoch davon bewusst, dass das Übernachten oder Schlafen (im Zelt oder Wohnmobil) nicht überall erlaubt ist. Generell ist das Übernachten im Zelt oder Wohnmobil im Ortsgebiet und Städten verboten (was auch so ausgeschildert ist), außer wenn Sie auf einen Campingplatz stehen, der in der Regel kostenpflichtig ist. Neuseeland ist auch bekannt für seine vielen Bungalowparks, die Wohnmobilaufenthalte für etwa 50 NZ$ pro Nacht erlauben. Dort sind Elektrizität, Waschgelegenheiten, Duschen und Toiletten vorhanden. Es gibt auch die DOC-Campingplätze (vom Department of Conservation, eine neuseeländischen Staatseinrichtung), mit sehr günstigen Übernachtungsmöglichkeiten und Infrastruktur wie Toiletten und Duschen.

An vielen Plätzen in Neuseeland können Sie kostenlos parken und übernachten. Die meisten davon liegen weit außerhalb der Städte und sind gekennzeichnet, sodass sie einfach erkennbar sind. Viele davon befinden sich an traumhaften Orten wie Stränden, Seeufern oder Wäldern inmitten der Natur. Um diese Gebiete nutzen zu können, empfiehlt es sich jedoch, ein autarkes Wohnmobil zu mieten (achten Sie darauf, dass das Fahrzeug genügend sauberes und schmutziges Wasser speichern kann, über eine Toilette verfügt und Abwässer nicht einfach in die Umgebung ablaufen), da das in den meisten dieser Gebiete Voraussetzung für das Wildkampieren ist.