Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 17.06.2021 | ±3 Minuten Lesezeit

Es ist allgemein bekannt, dass viele der Filme, mit denen wir unsere Abende füllen, aus Hollywood kommen. Nur wenige wissen jedoch, dass die Filmindustrie des indischen Gegenstücks, Bollywood, etwa genauso alt und mindestens genauso populär ist. Außerdem gibt es kein anderes Filmstudio, das jedes Jahr genausoviel oder mehr neue Produktionen herausbringt als das in Mumbai. Während jede/-r von uns Leonardo DiCaprio und Julia Roberts zumindest vom Sehen her kennt, hängen in indischen Schlafzimmern Poster von Kareena Kapoor und Salman Khan.

Indien ohne Visum kennenlernen

In anderen Regionen Indiens, fernab von Mumbai, werden in anderen großen Studios Filme in ihrer eigenen Sprache aufgenommen. So werden beispielsweise in Haiderabad Filme in Telugu gedreht, in Amritsar werden Filme in Punjabi produziert und in Chennai sprechen die Schauspieler Tamil. Jeder Teil des Landes hat sein eigenes Filmstudio und seinen eigenen Stil. Indien ist daher ein Paradies für Liebhaber von Tanz und Geschichten. Bollywood-Filme bieten eine gute Gelegenheit, das Land ohne Visum kennenzulernen!

Bollywood FilmposterÜberall hängen Filmposter

Regisseure mit eigenem Stil

Typich für indische Filme ist, dass viel gesungen und getanzt wird und Action und Emotionen nachdrücklicher präsentiert werden, als viele deutsche Zuschauer das gewohnt sind. Die Geschichten spielen oft in althergebrachten und immer noch vorhandenen Rollenmustern und Kostümen, was eine gute Möglichkeit ist, die indische Kultur besser kennenzulernen. Die Figuren verhalten sich manchmal ganz anders, als wir erwarten würden, und das führt zu überraschenden Wendungen in der Erzählung.

Jedes Jahr wird in Neu-Delhi ein prestigeträchtiger Preis für den besten Film des Jahres verliehen. Während amerikanische oder europäische Schauspieler/-innen davon träumen, einen Oscar zu erhalten, wünschen sich die indischen Kollegen und Kolleginnen nichts sehnlicher, als die goldene Statue, die eine Filmrolle hoch hält, zu bekommen, die bei der Verleihung der National Film Awards verliehen wird. Während die Europäer/-innen stolz sind, wenn jemand aus ihrem Land den Song Contest gewinnt, sind die Inder/-innen begeistert, wenn jemand aus ihrer Heimat und ihrem Sprachgebiet einen nationalen Filmpreis erhält.

Kinobesuch ist keine passive Berieselung

Ein Kinobesuch in Indien ist ein Erlebnis für sich. Das indische Publikum verfolgt die Geschehnisse auf der Leinwand mit großer Anteilnahme. Man kann die Atmosphäre mit der von einem Sportwettkampf vergleichen.

Auch die Musikszenen sind sehr populär, manche Lieder sind berühmter als der Film selbst. Einer der Favoriten der Redaktion von VisumBeantragen.at, der Lust macht, eine Flugreise nach Indien zu buchen, ist Nagada Sang Dhol (verfügbar auf YouTube).

Wer noch mehr sehen will, kann einen Tagesausflug zu den Filmstudios in Mumbai machen. Das wird oft mit einer Besichtigung von Dharavi kombiniert, einem Elendsviertel, das regelmäßig als Kulisse für Filme dient. Es ist eine Gegend, in dem die Menschen nicht viel besitzen, aber enorm von allen Geschichten aus den Filmstudios genießen. Mit durchschnittlichen Eintrittspreisen von 1 bis 2 € ist ein Kinobesuch eine relativ erschwingliche Freizeitaktivität.

Visa für Indien sind einfach erhältlich

Für eine Reise nach Indien benötigen Sie ein Visum. Wenn Sie in dieses uralte, aber auch moderne Land reisen möchten, beantragen Sie im Internet ein eTourist-Visum, mit dem Sie ein Jahr lang, so oft Sie wollen, für einen Urlaub von bis zu 90 aufeinanderfolgenden Tagen nach Indien fliegen können. Sie brauchen nicht zur Botschaft zu gehen, da das Visum per E-Mail verschickt wird. Bei kurzfristiger Abreise können Sie das Visum mit einen Eilantrag in der Regel innerhalb von drei Arbeitstagen erhalten.

Die meisten deutschen, österreichischen und Schweizer Staatangehörigen erfüllen die Voraussetzungen für die Einreise mit dem Visum Indien. Auf jeden Fall bietet das Land genug Inspiration, um einen schönen Urlaubsfilm zu drehen!