Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 30.11.2020 | ±5 Minuten Lesezeit

Bei der Erwähnung des Worts „Indien” denken Interessierte oft sofort an das Taj Mahal oder an Mumbai, die größte Stadt Indiens. Auch Neu-Delhi, die Hauptstadt des Landes, hat jedoch viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Viele Reisende, die mit dem Flugzeug in Neu-Delhi ankommen, wollen dem hektischen Leben der Hauptstadt so schnell wie möglich entfliehen und in andere Teile Indiens weiterreisen. Es würde sich jedoch auf jeden Fall lohnen, ein paar Tage in Neu-Delhi zu bleiben und die interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu beobachten. In diesem Artikel werden die Höhepunkte der Hauptstadt beschrieben. Vergessen Sie nicht, vor der Abreise nach Neu-Delhi ein Visum Indien zu beantragen.

Der Unterschied zwischen Delhi und Neu-Delhi

Die Namen Delhi und Neu-Delhi werden oft synonym verwendet, aber haben offiziell eine unterschiedliche Bedeutung:
Neu-Delhi ist die Hauptstadt Indiens. Delhi ist keine Abkürzung für Neu-Delhi, sondern bezieht sich auf ein größeres Gebiet, nämlich das Nationale Hauptstadtterritorium Delhi. Indien ist in 28 Staaten und 8 Territorien unterteilt, wobei das Unionsterritorium Delhi direkt der indischen Bundesregierung untersteht. Dieses Hauptstadtterritorium besteht selbst wieder in 11 Distrikte unterteilt. Neu-Delhi, die Hauptstadt Indiens, ist einer dieser elf Distrikte und damit Teil des Territoriums von Delhi.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Sehenswürdigkeiten im gesamten Territorium, nicht nur in der Hauptstadt Neu-Delhi, sondern auch in anderen Distrikten Delhis. Viele Sehenswürdigkeiten befinden sich etwas außerhalb der Hauptstadt, zum Beispiel in Alt-Delhi. Europäer/-innen benötigen für eine Reise nach Indien ein Visum, unabhängig davon, ob sie nur Neu-Delhi oder auch andere Teile des Landes besuchen möchten.

Sitz der indischen Regierung

Raisina Hill ist der Name eines Stadtteils von Neu-Delhi, in dem sich die wichtigsten Regierungsgebäude Indiens befinden, darunter Rashtrapati Bhavan, der Amtssitz und die Residenz des Präsidenten, mehrere Ministerien und das Sekretariat, in dem sich das Büro des Premierministers befindet. Vom Raisina Hill führt eine lange Promenade nach Osten zum ikonischen Triumphbogen India Gate, der an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten Britisch-Indiens erinnert. In den Bogen, der dem französischen Triumphbogen nachempfunden ist, sind die Namen von 90.000 indischen und britischen Kriegsopfern aus dem Ersten Weltkrieg und von 3.000 an der Nordwestgrenze und 1919 im Krieg gegen Afghanistan gefallenen Soldaten eingraviert. Darüber hinaus werden mit dem Triumphbogen die Opfer des Krieges im Jahr 1971 zwischen Bangladesch und Pakistan geehrt.

Sehenswerte Tempel und Moscheen

In Indien leben Anhänger vieler verschiedener Religionen, was in Delhi in Kultstätten verschiedener religiöser Überzeugungen, wie Islam, Hinduismus, Sikhismus und Bahaitum zum Ausdruck kommt. Die wichtigste Moschee von Delhi ist die Jama Masjid, auch Freitagsmoschee genannt. Die auf einem Hügel in Alt-Delhi gelegene Moschee ist eine der größten Moscheen der Welt und wegen ihrer beeindruckenden Türme, Kuppeln und des riesigen Innenhofs auch für Nicht-Muslime sehenswert.

Eine weitere Touristenattraktion ist der Lotustempel, ein Tempel der Bahai im Süden Delhis. Die Form des Tempels, der 1986 eröffnet wurde, soll an eine Lotusblume erinnern. Das Gebäude vermittelt den Eindruck, aus 27 riesigen Lotusblättern zu bestehen, die, wie die Blüte selbst, von Wasser umgeben sind. Bei Sonnenuntergang fällt das Licht zwischen die Blätter und nimmt das Bauwerk ein noch faszinierenderes Aussehen an.

Auch Akshardham, der größte Hindu-Tempel von Delhi, ist noch relativ neu; die Tempelanlage wurde 2005 eröffnet. Der riesige Tempel mit neun Kuppeln steht sogar im Guinessbuch der Weltrekorde als größte hinduistische Tempelanlage der Welt. Der Tempel ist mit kunstvoll geschnitzten Säulen und lebensgroßen Elefanten verziert.

Außerdem ist Delhi die Heimat eines der größten Sikh-Tempels, des Gurudwara Bangla Sahib. Der Tempel mit seinem weißen Marmor und der goldenen Kuppel ist schon von weitem zu erkennen. In der Mitte des Komplexes befindet sich eine heilige Quelle, die eingefasst wurde, und deren Wasser heilende Eigenschaften zugeschrieben werden. Im Tempel wird täglich für Tausende Armen gekocht. Die gigantischen Töpfe und Pfannen in der Küche des Sikh-Tempels sind an sich schon eine Sehenswürdigkeit.

Beeindruckende Gebäude und lebendige Märkte

Neben den Gebetshäusern verfügt Neu-Delhi über eine Anzahl anderer sehenswerter Bauten, wie das Humayun-Mausoleum. Der Bau dieses riesigen Mausoleums war eine Anregung für den Bau und hatte einen großen Einfluss auf die spätere Architektur des Taj Mahal. Das Grabmal ist von einer Garten- bzw. Parkanlage umgeben, die auf den im Koran beschriebenen Paradiesgarten verweisen. Das berühmteste Bauwerk in Alt-Delhi ist das Rote Fort, eine Festungs- und Palastanlage, dessen massive Mauern aus rotem Sandstein über zwei Kilometer lang sind. Die Festung wurde für Shah Jahan, den Herrscher des Mogulreiches, erbaut und gehört wie das Mausoleum von Humayun zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Zu einem Besuch an Delhi gehört unbedingt auch das Erleben der chaotischen, aber farbenfrohen Märkte der Stadt. Einer der bekanntesten Märkte befindet sich auf der Hauptstraße von Alt-Delhi, nämlich Chandni Chowk. Im Straßengewirr begegnen Sie zahlreichen Geschäften mit Kräutern und Gewürzen, bunten Saris und indischen Süßigkeiten. Wenn Sie den Stadtteil zu Fuß oder mit der Rikscha besuchen, tauchen Sie wirklich in das Geschehen auf der Straße ein.

Oasen der Ruhe in der hektischen Stadt

In den Lodi Gärten, einem ca. 360.000 Quadratmeter großen Park, sehen Sie nicht nur Bäume und Pflanzen, sondern auch mehrere Mausoleen und andere Bauten aus dem 15. und 16. Jh. Eine weitere Oase der Ruhe in Delhi ist Raj Ghat, die Ruhestätte von Mahatma Gandhi. Das Monument liegt in einem Park am Ufer des Yamuna-Flusses, wo sich auch Erinnerungsstätten an andere bedeutende indische Politiker/-innen befinden. In der Nähe können Sie das Nationale Gandhi-Museum besuchen, um mehr über das Leben Gandhis zu erfahren.

Visum Indien beantragen

Für eine Reise nach Delhi ist ein Visum für Indien erforderlich. Das E Visum Indien beantragen Sie einfach online mit einem digitalen Antragsformular. Nach dem Ausfüllen des Formulars und der Bezahlung der Kosten müssen nur noch einige wenige Dokumente (für Urlauber reicht Lichtbild und Foto vom Reisepass aus) hochgeladen werden. Das Visum wird dann in der Regel innerhalb einer Woche erteilt. Reisenden, die dringend nach Neu-Delhi reisen müssen und noch kein Visum beantragt haben, wird empfohlen, einen Eilantrag zu stellen. Eilanträge werden im Durchschnitt in drei Arbeitstagen bearbeitet. Indien kennt kein Visum-on-Arrival, was zur Folge hat, dass man vor der Abreise bereits im Besitz eines gültigen Visums sein muss.

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel aus unserer Rubrik „Aktuelles“ über das Visum für Indien ist bereits älter als ein Jahr. Möglicherweise enthält er veraltete Informationen und Ratschläge, daher können wir für den Inhalt dieses Artikels keine Gewährleistung mehr bieten. Verreisen Sie demnächst und möchten Sie wissen, welche Regeln derzeit gelten? Lesen Sie dann alle aktuellen Informationen über das Visum für Indien.