Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 06.11.2020 | ±6 Minuten Lesezeit

Die USA stehen u. a. wegen der vielen wunderschönen Nationalparks ganz oben auf der Wunschliste vieler Reisender. Es gibt nicht weniger als 62 ausgewiesene Nationalparks in den Vereinigten Staaten. In diesem Artikel beschreiben wir die meistbesuchten Nationalparks und geben einige Tipps für die Reiseplanung, wie z.B. die Beantragung des ESTA USA und eines America the Beautiful Pass.

Die bekanntesten Nationalparks befinden sich im Westen und Norden der USA. Im Folgenden lesen Sie Wissenswertes zu einigen der beliebtesten Parks in den Bundesstaaten Kalifornien, Utah, Arizona, Wyoming, Montana, Oregon und Washington.

Riesenmammutbäume und Joshua-Tree-Bäume in Kalifornien

Yosemite ist wahrscheinlich der bekannteste Nationalpark der USA: Der Park zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Im Nationalpark prickeln Gletscher, Felswände und Wasserfälle all Ihre Sinne. Glacier Point, der höchste Punkt des Parks, befindet sich an der Spitze einer steil abfallenden 2.200 Metern hohen Felswand und bietet eine überwältigende Aussicht über das Yosemite Valley. Ein anderer beeindruckender, aber viel einfacher erreichbarer Aussichtspunkt im Yosemite Valley ist Tunnel View, von dem aus man das Tal des Yosemite überblickt.

Ein weiteres viel besuchtes Naturschutzgebiet in Kalifornien besteht aus dem Sequoia-Nationalpark und dem Kings Canyon-Nationalpark. Im Sequoia-Nationalpark befindet sich der Giant Forest; in diesem Wald sind Sie von Riesenmammutbäumen mit enormen Stämmen umgeben, die Tausende von Jahren alt werden können. Dort finden Sie u. a. den General Sherman Tree (benannt nach dem amerikanischen Naturforscher William T. Sherman), den größten Riesenmammutbaum der Welt mit einer Höhe von 83 Metern und einem Umfang von 31,3 Metern. Im Kings Canyon National Park sehen Sie den General Grant Tree, den zweitgrößten Baum der Welt. Ein weiterer Nationalpark in Kalifornien, der seinen Namen einem Baum verdankt, ist der Joshua-Tree-Nationalpark. Der Park befindet sich zwischen zwei Wüstengebieten - der Mojave- und der Colorado-Wüste. Der Joshua-Tree, der dem Park seinen Namen gab, ist ein Baum aus der Familie der Yucca-Pflanzen.

Felsformationen und Canyons im Südwesten

Im US-Bundesstaat Utah liegen mehrere bekannte Nationalparks, darunter Zion, Bryce und Arches. Der Zion-Nationalpark ist bekannt für seine beeindruckenden rot-weiß gefärbten Felsformationen und die vielen spektakulären und herausfordernden Wanderrouten, die durch das Gebiet führen. Der Bryce Canyon ist nur eine Stunde von Zion entfernt. Bryce sollten Sie bei einer Reise durch Utah wegen seiner markanten Felssäulen - auch Hoodoos genannt - nicht versäumen. Die Farbe der Säulen wechselt im Laufe des Tages von hellrosa zu orange. Der Nationalpark Arches im Osten des Staates zeichnet sich durch die vielen natürlichen Felsbrücken aus.

Südlich von Utah, im Bundesstaat Arizona, befindet sich der berühmte Grand Canyon, eine immense Schlucht, in der sich der Colorado River in das Felsplateau eingegraben hat. Der gleichnamige Nationalpark wird durch die Schlucht in eine Nord- und eine Südseite geteilt. Im Park gibt es mehrere lange (Tagen bis Wochen) und kurze Wanderwege/Trails entlang von Aussichtspunkten und tiefen Schluchten.

Beeindruckende Natur in Wyoming und Montana

Der älteste Nationalpark der Welt ist Yellowstone, im US-Bundesstaat Wyoming. Der Park ist für seine vielen heißen Quellen, Geysire und dampfenden Teiche bekannt. Er liegt auf einem Vulkan: dem Yellowstone-Hotspot. Der Krater (die Caldera) dieses Vulkans hat einen Durchmesser von etwa 65 Kilometern und umfasst damit fast den gesamten Park. Ein weniger bekannter Park in Wyoming, südlich von Yellowstone, ist Grand Teton. Der Park zieht Besucher-/innen vor allem wegen der hohen Berggipfel und der dort anzutreffenden Wildtiere wie Hirsche, Elche und Bisons an.

Nördlich von Wyoming, im US-Bundesstaat Montana (nahe der kanadischen Grenze), liegt der Glacier National Park. Er verdankt seinen Namen den mehr als 50 Gletschern im Park. Der Nationalpark ist wegen seiner atemberaubenden Bergseen und Tälern auf jeden Fall einen Besuch wert.

Kratersee und Regenwald im Nordwesten

Auch die Bundesstaaten Oregon und Washington (nicht zu verwechseln mit der Hauptstadt Washington D.C.) im Nordwesten Amerikas haben wunderschöne Natur zu bieten. Der berühmteste Nationalpark von Oregon ist der Crater Lake, der tiefste See Amerikas, der in einem Krater liegt. Der See ist umgeben von zerklüfteten Klippen und Überresten des Mount Mazama, des Vulkans, der dort vor 7.700 Jahren ausbrach. Noch weiter nördlich - im Bundesstaat Washington, westlich von Seattle und südlich von Vancouver Island - liegt der Olympic National Park auf der Olympic-Halbinsel. Hier finden Sie Berge und Gletscher, aber auch Regenwald, da hier jährlich bis zu 4.000 mm Niederschlag fallen, während die Temperaturen auch im Sommer 27 °C nicht überschreiten, und Strände. Wegen abwechslungsreichen Landschaften und Tierwelt ist der Park bei Touristen sehr beliebt.

Sammelzugangsticket America the Beautiful Pass

Für Reisende, die mehrere Nationalparks in den USA besuchen wollen, kann es vorteilhaft sein, einen America the Beautiful Pass zu erwerben. Dieser Pass bietet Zugang zu mehr als 2.000 Parks, darunter Nationalparks, Naturschutzgebieten und Nationaldenkmälern. Für Parks, die entweder vom American National Park Service (NPS), dem Bureau of Land Management, dem Bureau of Reclamation, dem Fish and Wildlife Service, dem USDA Forest Service oder dem US Army Corps of Engineers betreut werden, müssen Sie bei Vorlage des Passes keine Eintrittsgebühr mehr entrichten. In State Parks und einigen von indianischen Völkern betreuten Parks ist der Pass nicht gültig.

Der Pass kostet 80 US-Dollar und ist ein Jahr lang für bis zu vier Personen im selben Fahrzeug gültig. Zusätzlich zum Passinhaber können bis zu 3 Erwachsene den Pass benutzen. Kinder bis einschließlich 15 Jahre haben freien Zugang. Da die Eintrittsgebühr für viele Parks etwa 30 US-Dollar beträgt, haben sich die Kosten für den Pass in der Regel beim Besuch von 3 Nationalparks wieder amortisiert. Zusätzliche Kosten wie Parkgebühren oder die Benutzung eines Pendelbusses sind im Passpreis nicht inbegriffen. Der America the Beautiful Pass ist am Eingang der meisten Nationalparks und online auf der Website des United States Geological Survey erhältlich.

ESTA USA oder Visum für Einreise in die Vereinigten Staaten erforderlich

Für einen Besuch eines oder mehrerer US-Nationalparks muss entweder ein ESTA oder ein Visum USA beantragt werden. Das ESTA USA beantragen Sie schnell und einfach online, während ein Visumantrag eine persönliche Vorsprache im US-Konsulat erfordert. Es ist daher empfehlenswert, nur dann einen Visumantrag zu stellen, wenn Sie die Voraussetzungen für eine Einreise mit dem ESTA nicht erfüllen. Das ESTA ist ab dem Zeitpunkt seiner Erteilung 2 Jahre lang gültig und kann für mehrere Reisen in die Vereinigten Staaten genutzt werden. Jeder einzelne Besuch darf bis zu 90 Tage dauern. Damit haben Reisende mit einem ESTA genug Zeit, mehrere Nationalparks in Amerika zu besuchen.

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel aus unserer Rubrik „Aktuelles“ über das ESTA für die USA ist bereits älter als ein Jahr. Möglicherweise enthält er veraltete Informationen und Ratschläge, daher können wir für den Inhalt dieses Artikels keine Gewährleistung mehr bieten. Verreisen Sie demnächst und möchten Sie wissen, welche Regeln derzeit gelten? Lesen Sie dann alle aktuellen Informationen über das ESTA für die USA.