Artikel aus der Rubrik „Aktuell" | | 30.11.2020 | ±7 Minuten Lesezeit

Die Planung einer Reise durch Vietnam kann zu einem Luxusproblem werden, da es so viele schöne Orte im Land gibt, dass die Entscheidung, wo zu beginnen, schwierig wird. Dieser Artikel beschreibt eine Route entlang einiger Höhepunkte in Vietnam. Außerdem enthält dieser Artikel Tipps zur Vorbereitung einer Reise, einschließlich Hinweise zur Beantragung des Visums für Vietnam.

Reise von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt

Vietnam ist eines der meistbesuchten Urlaubsländer in Südostasien. Das Land ist bei Backpackern beliebt, aber auch bei Personen, die lieber luxuriöser reisen. Sie finden exklusive Hotels, Resorts und Restaurants im Land, aber auch für Reisende mit einem geringeren Budget gibt es im ganzen Land eine ausreichende Auswahl an Herbergen und günstigen Street-Food-Gerichten. Auch an Aktivitäten hat Vietnam mehr als genug Auswahl für verschiedene Arten von Reisenden. Die Reisfelder von Sapa und die Halong-Bucht im Norden des Landes sind absolute Pflichtziele für Naturliebhaber, während mehr abenteuerlustige Personen im Phong Nha Ke Bang Nationalpark zahlreiche Outdoor-Aktivitäten unternehmen können. Kulturliebhaber besuchen bestimmt die Kaiserstadt Hué und wer zum Entspannen nach Vietnam reist, kann zwischen mehreren perlweißen Stränden im Süden des Landes wählen.

Vietnam ist ein lang gestrecktes Land: Die Entfernung vom äußersten Norden bis zum Süden Vietnams beträgt etwa 2.000 Kilometer, während die Entfernung von der Grenze zu Laos bis zur Küste in der Mitte Vietnams in Ost-West-Richtung an vielen Stellen weniger als 100 Kilometer beträgt. Die logischste Route für eine Vietnam-Reise ist daher vom Norden in den Süden des Landes oder umgekehrt. Im Folgenden finden Sie eine Route von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt, die entlang der bekanntesten Highlights verläuft. Bei der Planung der Route sollten Sie - auf jeden Fall bei einem Aufenthalt von mehr als 15 Tagen - nicht vergessen, vor der Abreise ein Visum für Vietnam zu beantragen.

Nordvietnam: Wunderbare Natur und die quirlige Stadt Hanoi

Die Hauptstadt Hanoi ist der Startpunkt für viele Reisen durch Vietnam und gleichzeitig eine sehr praktische Ausgangsbasis für viele Sehenswürdigkeiten im Norden des Landes. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein paar Tage in dieser Stadt zu bleiben und das alte Zentrum (Old Quarter), die vielen Tempel, Pagoden und Parks zu besichtigen. Einer der absoluten Höhepunkte Vietnams ist die Halong-Bucht, die etwa 150 Kilometer von Hanoi entfernt liegt. Die Halong-Bucht ist eine märchenhafte Bucht, in der Tausende von Felsen aus dem Meer ragen, die einen beeindruckenden Anblick bieten. Der Anreiseort für die Halong-Bucht ist Cat Ba, die größte Insel in der Bucht. Vom Alten Viertel in Hanoi gehen Busse nach Cat Ba, die Sie in ungefähr vier Stunden hinbringen. Nehmen Sie ein Boot und fahren Sie entlang wunderschöner Felsformationen und schwimmender Fischerdörfer durch die Bucht.

Eine andere wichtige Sehenswürdigkeit im äußersten Norden Vietnams ist das Bergdorf Sapa. Von Sapa aus machen Sie Wanderungen durch wunderschöne Täler und Reisfelder, zum Beispiel den Gipfel von Mount Fansipan, dem höchsten Berg Vietnams. Sapa erreichen Sie von Hanoi aus in etwa 6 bis 8 Stunden mit dem Zug oder Bus. Die Zugfahrt von Hanoi aus endet in Lao Cai, an der Grenze zu China. Von dort weg fahren Busse nach Sapa.

Die Landesmitte: gigantische Grotten und stimmungsvolle Küstenorte

Die Route Richtung Zentrum des Landes führt uns zunächst zur alten kaiserlichen Hauptstadt Vietnams: Hué. Von Hanoi aus erreichen Sie Hué in einer Stunde mit dem Flugzeug. Wer lieber keinen Inlandsflug nimmt, kann von Hanoi aus mit dem Nachtzug oder -bus in ungefähr 12 Stunden nach Hué reisen. Obwohl ein Teil der Stadt während der Tet-Offensive im Vietnamkrieg zerstört wurde, wurden die meisten Gebäude restauriert und die Zitadelle von Hué steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die bekanntese Sehenswürdigkeit ist Tu Cam Thanh, die Verbotene Stadt, gebaut nach dem Beispiel desselben Stadtteils in Peking. Die Verbotene Stadt liegt an den Ufern des Parfüm-Flusses, der seinen Namen den Pollen und Blüten verdankt, die im Frühjahr auf dem Wasser treiben.

Von Hué aus können Sie den in der Nähe liegenden Nationalpark Phong Nha Ke Bang besuchen. Hier sehen Sie Wälder, Wasserfälle, unterirdische Flüsse und die größte Höhle der Welt: Hang Son Doong. Von Hué (oder von Hanoi) reist man am besten mit dem Zug zum Bahnhof Dong Hoi und von dort mit dem Bus nach Phong Nha.

Nicht weit von Hué entfernt liegen Da Nang und Hoi An. Da Nang ist berühmt für seine schönen Strände. Viele Reisende entscheiden sich daher dafür, ihre Reise für ein paar Tage zu unterbrechen, um hier am Strand zu relaxen. Eine bekannte Touristenattraktion in der Nähe von Da Nang ist die Goldene Brücke, eine beeindruckende Fußgängerbrücke in einer Höhe von etwa 1.400 Metern über dem Meeresspiegel mit einer traumhaften Aussicht, die 2017 gebaut und 2018 eröffnet wurde. Eine weitere beliebte Stadt in der Mitte Vietnams ist Hoi An. Diese stimmungsvolle ehemalige Hafenstadt hat ein autofreies Zentrum und bunte Straßen mit vietnamesischen, chinesischen, japanischen und europäischen Einflüssen. Einmal im Monat (nach dem Mondkalender) findet in der Stadt ein Laternenfest statt und die Stadt bekommt einen märchenhaften Charakter.

Südvietnam: Ho-Chi-Minh-Stadt und prächtige Strände

Unsere Reise endet in der größten Stadt Vietnams: Ho-Chi-Minh-Stadt (früher Saigon). Von Da Nang aus erreichen Sie die Stadt mit dem Zug in etwa 17 Stunden. Ho-Chi-Minh-Stadt ist eine hektische, moderne Stadt mit westlichen Einflüssen, Wolkenkratzern, vielen Unterhaltungsmöglichkeiten und Skybars. Von Ho-Chi-Minh-Stadt aus können Sie eine Bootsfahrt auf dem Mekong-Delta unternehmen oder die Cu-Chi-Tunnel besichtigen, ein Tunnelnetzwerk, das während des Vietnamkriegs eine Basis des Vietcong war.

Wer seine Reise lieber mit einigen Tagen Ruhe am Strand abschließen möchte, ist in Nha Trang genau richtig. Diese Stadt wird auch der beste Strand Vietnams genannt, was sie zu einem beliebten Touristenziel macht. Ein ruhigerer Küstenort mit ebenfalls schönen Sanddünen in der Nähe von Ho Chi Minh Stadt ist Mui Ne.

Visum Vietnam online beantragen

Deutsche benötigen ein Visum wenn sie länger als 15 Tage in Vietnam bleiben und Österreicher/-innen und Schweizer/-innen benötigen bei jeder Reise nach Vietnam ein Visum, unabhängig davon, wie lange sie bleiben. Das Visum beantragen Sie einfach digital mit einem Online-Antragsformular. Anträge werden in der Regel - wenn nicht gerade eine Pandemie herrscht - nach einer Woche genehmigt. Sie erhalten das Visum dann per E-Mail und müssen es nur noch ausdrucken.

Für die Verwendung des E-Visums zur Einreise nach Vietnam gelten einige Voraussetzungen. So dürfen Sie nur an einigen bestimmten Grenzübergängen nach Vietnam ein- und wieder ausreisen Sowohl der Flughafen von Hanoi als auch der von Ho-Chi-Minh-Stadt gehört zu diesen Grenzübergängen. Die oben genannte Reise kann daher problemlos mit einem E-Visum durchgeführt werden. Es gibt noch eine Anzahl anderer Flughäfen, Häfen und Grenzorte, an denen es erlaubt ist, mit einem E-Visum in das Land einzureisen und das Land wieder zu verlassen.

Beachten Sie bitte, dass das E-Visum für Vietnam ein Single-Entry-Visum ist. Das bedeutet, dass man mit einem Visum nur einmal in das Land einreisen darf. Reisende, die eine Reise durch mehrere Länder machen, die Grenze nach China, Laos oder Kambodscha überqueren und dann wieder nach Vietnam einreisen wollen, benötigen ein Visum für die zweite Einreise - mit Ausnahme von deutschen Staatsangehörigen, die für eine der beiden Einreise auch von der Möglichkeit des visumfreien Aufenthalts von bis zu 15 Tagen Gebrauch machen können (aber für die andere Einreise sehr wohl ein Visum benötigen). Mit einem E-Visum dürfen Sie höchstens 30 Tage in Vietnam bleiben. So haben Sie genug Zeit, um, wie oben stehend beschrieben vom Norden in den Süden Vietnams oder umgekehrt zu reisen.