Das britische Parlament hat eine Gesetzesänderung verabschiedet, die eine erneute Preiserhöhung für die ETA UK ermöglicht. Außerdem werden zwei Staatsangehörigkeiten von ETA-System ausgeschlossen.
Was hat das britische Parlament beschlossen?
Am 3. März 2026 hat das britische Parlament die sogenannte Immigration and Nationality (Fees) (Amendment) Order 2026 verabschiedet. In diesem Gesetzesentwurf werden die maximalen Preise für verschiedene Arten von Visa erhöht. Der Höchstbetrag für die ETA wird von 18,50 EUR (16 GBP) auf 23,10 EUR (20 GBP) erhöht.
Was sind die nächsten Schritte?
Die Konsulatsgebühren für die ETA UK werden durch diese Entscheidung nicht sofort steigen. Derzeit betragen die Konsulatsgebühren für die ETA UK noch 18,50 EUR (16 GBP). Es wird jedoch erwartet, dass das Parlament in einer nächsten Sitzung die Kosten auf den Höchstbetrag von 20 GBP erhöhen wird.
Preiserhöhung für Europäer noch nicht in Wirkung
Derzeit sind die Konsulatsgebühren für die ETA UK noch unverändert. Europäer/-innen, darunter Deutsche, Österreicher/-innen und Schweizer/-innen, benötigen eine ETA oder ein Visum für die Einreise nach Großbritannien.
Die ETA UK ist der einfachste Weg, die britische Visumpflicht zu erfüllen. Auf VisumBeantragen.at beantragen Sie diese Reisegenehmigung einfach auf Deutsch. Dazu füllen Sie das kurze Antragsformular aus und reichen ein Lichtbild und ein Foto Ihres Reisepasses ein.
Die Bearbeitungsdauer für die ETA UK beträgt im Durchschnitt 3 Tage. Wenn Sie kurzfristig abreisen, können Sie einen Eilantrag stellen. Eilanträge werden im Durchschnitt innerhalb von 6 Stunden genehmigt.
Die ETA UK ist 2 Jahre gültig und kann für mehrere Reisen nach Großbritannien verwendet werden. Jeder Aufenthalt darf höchstens 6 Monate dauern. Hier erfahren Sie mehr über die Gültigkeit und die Einreisebestimmungen.
Gründe für die Preiserhöhung der Behörden
Der Staatssekretär für Inneres, David Hanson, hat bestätigt, dass das Vereinigte Königreich die Kosten für die ETA UK an die Gebühren für vergleichbare Reisegenehmigungen anpassen möchte, wie das ESTA für die USA und das geplante ETIAS für Länder im Schengenraum.
Laut dem Staatssekretär bleiben die Gebühren angemessen und die Preiserhöhung werde Reisende nicht davon abhalten, Großbritannien zu besuchen. Darüber hinaus sollen die höheren Einnahmen aufgrund der Preiserhöhung einen Beitrag zur Finanzierung der britischen Ausländerbehörden leisten.
Nicaragua und St. Lucia vom ETA-System ausgeschlossen
Abgesehen von der geplanten Preiserhöhung haben die britischen Behörden entschieden, dass Reisende aus Nicaragua und St. Lucia nicht mehr für die ETA UK infrage kommen. Reisende aus diesen Ländern müssen künftig ein Visum für die Einreise nach Großbritannien beantragen.
Der Grund für diese Maßnahme sei laut den britischen Behörden, dass viele Reisende aus diesen Ländern mit einer ETA nach Großbritannien reisen würden, um anschließend Asyl zu beantragen. Zwischen 2022 und 2025 haben insgesamt 609 Personen aus Nicaragua und 360 Personen aus St. Lucia in Großbritannien einen Asylantrag gestellt. Der britische Staatssekretär hält diese Zahlen für zu hoch.
Außerdem kritisieren die britischen Behörden das Einbürgerungsprogramm für ausländische Investoren in St. Lucia. Dieses Programm soll zu einem Anstieg der Reisenden geführt haben, die nach Großbritannien gereist sind, um Asyl zu beantragen oder ohne Arbeitsgenehmigung im Land zu arbeiten. Bis zum 16. April 2026 (15:00 BST) gilt eine Übergangsphase für Reisende aus diesen beiden Ländern.