Trotz des langen Abstands, den die meisten Reisenden zurücklegen müssen, um das Land zu erreichen, ist Neuseeland ein beliebtes Reiseziel. Die Insel ist sehr dünn besiedelt, weshalb die unangetasteten Naturlandschaften schier endlos zu sein scheinen. Neuseeland eignet sich daher ausgezeichnet für einen Urlaub in der Natur.

Zusätzlich zu den vielen Naturschutzgebieten hat Neuseeland noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Dabei stechen die Städte Queensland, Rotorua und Auckland besonders heraus. Lesen Sie hier mehr über die Geschichte, Kultur und touristischen Höhenpunkte Neuseelands.


Zahlen und Fakten

Hauptstadt Wellington
Sprache Englisch, Maori
Fläche 268.021 km²
Einwohner 5,1 Millionen (2021)
Religion Christentum (37%), Hinduismus (2,7%), Buddhismus (1,1%), Islam (1,3%), keine Religion (48,6%)
Währung Neuseeländischer Dollar (NZD)
Zeitverschiebung 10 Stunden (Sommerzeit) oder 12 Stunden (Winterzeit)
Flugzeit Etwa 22 Stunden
Steckdosen Typ I (Reisestecker erforderlich)
Leitungswasser Trinkbar
Visum Visum (NZeTA) erforderlich

Karte

Neuseeland befindet sich im Pazifischen Ozean und hat eine Fläche von circa 270.000 Quadratkilometern. Es wohnen jedoch nur 5 Millionen Menschen in Neuseeland, weshalb das Land sehr dünn besiedelt ist. Es ist zudem eines der abgelegensten Länder der Welt. Das nächste Land, Australien, ist ungefähr 2000 Kilometer entfernt. Der Abstand zwischen Neuseeland und Australien ist also ungefähr so lang, wie die Entfernung zwischen Hamburg und Istanbul. Die zwei wichtigsten Inseln Neuseelands sind die Nord- und Südinsel. Knapp 80 % der neuseeländischen Bevölkerung wohnt auf der Nordinsel.


Geschichte

Die Ureinwohner Neuseelands
Neuseeland wurde wahrscheinlich erst im späten 13. Jahrhundert von Menschen bevölkert. Die ersten Menschen, die die Küste der neuseeländischen Nordinsel erreichten, waren Polynesier, eine Bevölkerungsgruppe, die aus dem heutigen Indonesien und Taiwan abstammt. Mit ihren speziellen Kanus konnten die Polynesier sich über den gesamten Pazifikraum verbreiten. Über Jahrhunderte hinweg breiteten die Nachkommen der polynesischen Reisenden sich über die gesamte Nord- und Südinsel aus.

Diese Nachkommen werden heute Maori genannt, was in der maorischen Sprache “normal” bedeutet. Die Maori lebten früher als Jäger und Sammler. Ihre wichtigste Beute waren Moas, eine Art Laufvogel, die bis zu drei Meter groß werden konnten. Vor der Ankunft von Menschen lebten Tausende, wenn nicht Millionen, dieser Tiere in Neuseeland. Die Moas sind bereits innerhalb weniger Jahrhunderte nach der Ankunft der ersten Menschen ausgestorben, da sie übermäßig gejagt wurden. Infolge davon waren die Maori gezwungen, ihren Lebensstil anzupassen. Sie begannen Siedlungen zu gründen und Landwirtschaft zu treiben.

Der erste Kontakt mit Europa
Der niederländische Entdeckungsreisende Abel Tasman war der erste Europäer, der 1642 einen Fuß auf die Südinsel Neuseelands setzte. Zu der Zeit wurde in Europa spekuliert, dass die Westküste des heutigen Neuseelands in Wirklichkeit der Rand eines großen südlichen Kontinents (Terra Australis) sei. Die Expedition von Tasman hatte das Ziel zu untersuchen, ob dies tatsächlich der Fall ist.

Die Küste der NordinselDie ausgedehnte Küste der Nordinsel

Erst im Jahr 1770 umrundete eine britische Expedition beide Inseln vollständig, woraufhin die Kolonisation der Inseln ihren Anfang nahm. Zunächst kamen insbesondere Engländer/-innen aus Australien nach Neuseeland, um mit der örtlichen Bevölkerung Handel zu treiben, aber auch um Siedlungen für den Walfang zu gründen. Durch den Handel mit den Engländern konnten einige Maori-Stämme Feuerwaffen ermächtigen, die sie im Kampf gegen konkurrierende Stämme verwendeten. Außerdem kamen immer mehr Missionare nach Neuseeland, die immer größere Teile der ursprünglichen Bevölkerung bekehrten. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts bekannten sich bereits die meisten Maori zum Christentum.

Die britische Machtübernahme
1839 wurde Neuseeland offiziell von England annektiert. Viele Maori-Stämme lehnten die neuen Machthabenden jedoch ab und rebellierten gegen sie. Zwischen den 40er- und 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts kam es zu mehreren blutigen Konflikten, bei denen die Maori schlussendlich das Nachsehen hatten. In der Zwischenzeit kam auch unter der europäischen Bevölkerung Neuseelands ein Wunsch nach mehr Autonomie auf. 1853 wurde das Land in sechs Provinzen unterteilt, die jeweils eine eigene Volksvertretung erhielten. Außerdem wurde auf nationaler Ebene ein Abgeordnetenhaus gegründet, wobei die lokalen Regierungen weiterhin viel Macht ausübten.

Die Engländer kauften große Stücke Land von den Maori auf, wodurch die Kolonisten alle Möglichkeiten erhielten, sich weiter auszubreiten. Nach den verlorenen Kriegen nahm die politische Macht der lokalen Maori-Bevölkerung immer weiter ab. In den 1960er-Jahren erhielten die Maori einen Sitz im neuseeländischen Parlament und durften Maori-Männer zum ersten Mal wählen, aber dennoch hatten sie nur eine sehr begrenzte Kontrolle über ihr ursprüngliches Grundgebiet.

Die Entwicklung einer nationalen Identität
Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte Neuseeland eine halbe Million Einwohner. In dieser Zeit begann sich das Land wirtschaftlich zu entwickeln und wurden Straßen, Brücken und Eisenbahnstrecken gebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg machte sich ein gewisser Nationalstolz bemerkbar. Neuseeland hatte im Krieg mitgekämpft und identifizierte sich danach zum ersten Mal in der Geschichte als eigenes Volk, das unabhängig von der britischen Kolonialmacht war. Schritt für Schritt erhielt Neuseeland zunehmende Autonomie über die inländische Politik.

Die engen Beziehungen mit dem britischen Reich blieben jedoch weiter bestehen, was sich dadurch bemerkbar machte, dass Neuseeland im Zweiten Weltkrieg auf der Seite der Alliierten mitkämpfte. Da Neuseeland während des Kriegs viel US-amerikanische Unterstützung erhielt, entwickelten sich engere Beziehungen mit den USA. Dennoch fühlten sich viele Neuseeländer/-innen bis in die 70er-Jahre noch eine starke Verbundenheit an das Vereinigte Königreich.

Neuseeland war zu dieser Zeit bereits stark urbanisiert. Sogar die Maori zogen in großen Massen in die Städte des Landes. Die Maori wurden lange diskriminiert, denn sie erhielten weniger Lohn als europäische Arbeiter/-innen und wohnten in schlechteren Umgebungen. In den 60er-Jahren kam es zu weitreichenden Protestbewegungen gegen diese Diskriminierung. Es dauerte jedoch bis an das Ende des 20. Jahrhunderts, bis die Maori offiziell als gleichrangige Bürger angesehen wurden. Heutzutage wird anerkannt, dass die Maori-Kultur ein wichtiger Bestandteil der neuseeländischen Identität ist.


Kultur

Die neuseeländische Kultur weist starke Ähnlichkeiten mit der britischen Kultur auf. Bis die 50er-Jahre identifizierten viele Neuseeländer/-innen europäischer Abstammung nämlich noch als Briten/-innen. Die Beziehung zu Großbritannien ist noch immer deutlich in der Kultur wiederzuerkennen, beispielsweise im Sport. In Neuseeland sind Rugby und Cricket sehr beliebt. Vor jedem Rugbyspiel führt die neuseeländische Nationalmannschaft den Haka auf, einen traditionellen Maori-Tanz. Das ist ein deutliches Beispiel des nachhaltigen Einflusses der einheimischen Maori-Kultur.

Heutzutage machen die Maori etwa 15 % der Bevölkerung Neuseelands aus. Anfang des 20. Jahrhunderts machte man sich noch große Sorgen darüber, dass die Kultur und Sprache der Maori aussterben würden. Das wurde durch verschiedene Maßnahmen, wie dem Stimulieren von Unterricht in Maori-Sprachen (Te Reo Maori) abgewendet. Die Sprache wird heutzutage von etwa 4 % der neuseeländischen Bevölkerung gesprochen.

AucklandDie Skyline von Auckland, der größten Stadt Neuseelands


Klima

Im Allgemeinen hat Neuseeland ein gemäßigtes Klima. Die Gebirge inmitten der Südinsel sorgen jedoch dafür, dass das Land in verschiedene Klimazonen unterteilt werden kann. Die Westküste der Südinsel ist die nasseste Region des Landes, während an der Ostküste relativ wenig Niederschlag fällt. Neuseeland kennt milde Winter, mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad, und relativ kühle Sommer, mit Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Das Wetter im neuseeländischen Sommer (in den Monaten Dezember, Januar und Februar) lockt viele europäische Touristen an, die den kälteren europäischen Winter entfliehen möchten.

Monat Durchschnittliche Höchsttemperatur in °Cø Max. Temp. in °CDurchschnittliche Mindesttemperatur in °Cø Min. Temp. in °CDurchschnittliche Anzahl an Regentagenø Anzahl Tage mit Regen
Januar 22 14 9
Februar 23 14 8
März 21 12 11
April 18 10 11
Mai 16 7 14
Juni 14 5 14
Juli 13 3 15
August 14 4 15
September 15 7 14
Oktober 17 9 13
November 19 11 12
Dezember 21 13 12

AorakiMount Cook ist mit 3.724 Metern der höchste Berg Neuseelands


Tourismus in den Nationalparks von Neuseeland

Neuseeland ist vor allem wegen der vielseitigen und wunderschönen Naturlandschaften beliebt. Das Land zählt 13 große Nationalparks und in vielen dieser Parks kann man inmitten der Natur campen. Viele Touristen mieten ein Auto für Ihre Reise durch Neuseeland, um möglichst viel von der Natur des Landes sehen zu können. Hier folgen einige der schönsten Nationalparks des Landes.

Tongariro Nationalpark
Dieser Park befindet sich auf der Nordinsel und ist der älteste Nationalpark Neuseelands. Er ist insbesondere für die vulkanischen Landschaften bekannt, denn im Park befinden sich drei aktive Vulkane, die eine beeindruckende Landschaft und einzigartige Aussichten erschaffen haben. Hier kann man einige der spektakulärsten Wanderungen der Welt machen. Während einer Wanderung durch diesen Park laufen Sie am Fuße von zwei Bergen und blicken Sie auf Krater und azurblaue Vulkanseen. Es wird nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern/-innen täglich in den Park zugelassen, weshalb Sie einen Besuch frühzeitig planen sollten.

Abel Tasman Nationalpark
Mit einer Fläche von nur 225 km² ist dies der kleinste Nationalpark Neuseelands. Er befindet sich an der Nordostküste der Südinsel und hat beherbergt einige der schönsten Strände des Landes. Viele sind der Meinung, dass der Park das angenehmste Klima Neuseelands hat, mit Sommertemperaturen von rund zwanzig Grad und Wintertemperaturen von über zehn Grad. Es ist hier also selten zu warm oder zu kalt. Neben einer großen Anzahl an Wanderwegen bietet der Park auch viele Möglichkeiten, Wassersport zu treiben. Sie können hier beispielsweise Kajakfahren, tauchen und natürlich auch schwimmen.

Nelson Lakes Nationalpark
Dieser Park auf der Südinsel verdankt seinen Namen den zwei großen Seen Lake Rotoiti und Lake Rotoroa. Diese Gletscherseen werden von Bergen und dichten Buchenwäldern umringt. Außerdem leben hier viele einheimische Vogelsorten, wie der Kiwi, das Nationalsymbol Neuseelands.

Arthur’s Pass Nationalpark
Inmitten der neuseeländischen Alpen, einer 650 Kilometer langen Gebirgskette, die die gesamte Südinsel von Norden bis Süden durchkreuzt, befindet sich der Arthur’s Pass. Weite Teile des Gebirges sind durch wilde Wälder bedeckt und durch die vielen Täler strömen unzählige kleine Bäche. Der Park bietet gute Wandermöglichkeiten, aber auch abenteuerlichere Aktivitäten, wie Bergsteigen oder Skifahren sind möglich.

Fiordland Nationalpark
Der Fiordland Nationalpark ist mit 12.607 km² das flächenmäßig größte Naturschutzgebiet des Landes. 1986 wurde es zum UNESCO-Weltnaturerbe ausgerufen. Hier sind viele Schluchten und Fjorde zu finden, die vor Tausenden von Jahren durch schmelzende Gletscher entstanden sind. Im Park befindet sich auch der berühmte Milford Sound Fjord. Von einem Boot aus lassen sich die Fjorde wahrscheinlich am besten bewundern.

Die neuseeländische KüsteDie neuseeländische Küste


Wirtschaft und Währung

Neuseeland ist eine Dienstleistungswirtschaft, aber das Land hat auch einen großen landwirtschaftlichen und industriellen Sektor. Die wichtigsten Exportprodukte des Landes sind Milchprodukte, Fleisch, Holz und Wein. Die wichtigsten Handelspartner Neuseelands sind Australien, die USA und China.

In Neuseeland wird mit dem Neuseeländischen Dollar (NZD) gezahlt. Mit einer europäischen Debitkarte können Sie an den meisten Geldautomaten problemlos Geld abheben. Beachten Sie jedoch, dass Ihre Karte für die Verwendung außerhalb Europas freigegeben sein muss. In größeren Städten werden Sie problemlos Geldautomaten finden können, aber in abgelegeneren Gebieten kann es schwieriger sein, Bargeld abzuheben. Es wird deshalb empfohlen, immer auch etwas Bargeld mitzuführen.


Sicherheit

Neuseeland ist ein sehr sicheres Reiseziel, aber es bestehen dennoch Sicherheitsrisiken, insbesondere in den Naturgebieten. So kommt es im Land regelmäßig zu Erdbeben und -rutschen. Außerdem können tropische Stürme in den Sommermonaten für viel Niederschlag und Überströmungen sorgen. Außerdem gibt es einige aktive Vulkane in Neuseeland, die plötzlich ausbrechen können. Daher sollten Sie die örtlichen Nachrichten und Sicherheitsvorschriften der neuseeländischen Regierung im Auge behalten.


Visum (NZeTA)

Für die Einreise nach Neuseeland brauchen Sie ein Visum oder eine NZeTA. Wenn Sie die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes, des Vereinigten Königreiches oder der Schweiz haben und einige Bestimmungen erfüllen, können Sie eine NZeTA verwenden. Diese digitale Reisegenehmigung kann kinderleicht auf dieser Website beantragt werden. Das gesamte Antragsverfahren verläuft online. Die Kosten betragen 64,95 € pro Person. Die Antragsstellung beansprucht ungefähr 10 Minuten. Mit einer gültigen NZeTA dürfen Sie bis zu 3 aufeinanderfolgende Monate in Neuseeland bleiben.

Beantragen Sie jetzt eine NZeTA für Neuseeland

VisumBeantragen.at ist eine kommerzielle und professionelle Visum-Agentur und unterstützt Reisende unter anderem bei der Antragstellung für ein Visum für Neuseeland. VisumBeantragen.at arbeitet als Vermittler und ist in keiner Weise mit einer Regierungsbehörde verbunden. Sie können auch direkt bei den Ausländerbehörden ein Visum beantragen (58 NZD pro Visum, über nzeta.immigration.govt.nz), aber dabei erhalten Sie keine deutschsprachige Unterstützung. Wenn Sie Ihren Antrag auf VisumBeantragen.at einreichen, steht unser Kundendienst Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Darüber hinaus prüfen wir Ihren Antrag und alle von Ihnen eingereichten Dokumente manuell, bevor sie an die Ausländerbehörden übertragen werden. Sollten wir mögliche Fehler oder Unvollständigkeiten entdecken, setzen wir uns sofort mit Ihnen in Verbindung, um sicherzustellen, dass Ihr Antrag dennoch schnell und korrekt verarbeitet wird. Um unsere Dienste zu nutzen, zahlen Sie 58 NZD an Konsulatsgebühren, die wir in Ihrem Namen an die Ausländerbehörden zahlen, sowie 32,14 € an Servicekosten für unsere Vermittlung, einschließlich MwSt. Durch unsere Dienstleistungen sind schon vielen Reisenden große Probleme erspart geblieben. Sollte ein Antrag trotz unserer Unterstützung und Kontrolle abgelehnt werden, erstatten wir die vollständigen Kosten, die für den Antrag berechnet wurden (außer wenn für diese/-n Reisende/-n früher schon einmal ein Antrag auf ein Visum Neuseeland abgelehnt wurde). Hier erfahren Sie mehr über unsere Dienstleistungen.