Myanmar kämpft mit den Folgen der Coronapandemie und der politischen Instabilität, die nach der Machtübernahme durch das Militär am 1. Februar 2021 entstanden ist. Die Regierung hat bis zum 31. Januar 2022 ein Einreiseverbot für alle ausländischen Reisenden verhängt. Es ist derzeit auch nicht möglich, ein Visum Myanmar zu beantragen. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die aktuelle Lage im Land bezüglich des Coronavirus (Covid-19) und die Folgen für Ihre Reisepläne. Dieser Artikel ist am 17.01.2022 zuletzt aktualisiert.

Das Coronavirus (Covid-19) in Myanmar

Zu Beginn des Jahres 2021 meldete Myanmar nur wenige Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Dies kam unter anderem dadurch, dass nach dem Staatsstreich am 1. Februar nur wenige Tests abgenommen wurden. Im Laufe des Jahres wurde wieder vermehrt getestet und auch die Infektionszahlen stiegen schnell. Im Juli wurden mit 140.000 positiven Testergebnissen ein Monatsrekord erreicht, wonach die Zahlen wieder allmählich zurückliefen. Das Land scheint das Coronavirus immer besser unter Kontrolle zu haben, denn in den ersten zwei Wochen von 2022 wurden nur noch 2.500 positive Tests gemeldet. Die Omikron-Variante breitet sich auch in Myanmar immer weiter aus. Am 13. Januar meldeten die myanmarischen Behörden, dass in bisher insgesamt 63 Fällen die Omikron-Variante festgestellt wurde. Das Impfprogramm in Myanmar ist seit dem Sommer 2021 in vollem Gange. Bisher wurden 36 Millionen Impfungen in dem Land mit 55 Millionen Einwohnern durchgeführt.

Myanmar hat unterschiedliche Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus ergriffen. So ist es seit Mai 2020 für alle Menschen verpflichtend, an öffentlichen Orten eine Mundschutz-Maske zu tragen. Viele Restaurants bleiben noch immer geschlossen und mehrere Einkaufszentren fragen Ihre Besucher-/innen, sich vorab anzumelden. Bei Reisen innerhalb des Landes gelten häufig Gebiets-spezifische Regeln. Es kann z. B. vorkommen, dass für Reisen in ein bestimmtes Gebiet ein Coronatest notwendig ist, oder dass Reisende bei der Ankunft in Quarantäne müssen.

In Myanmar sind die Corona-Infektionszahlen auf einem niedrigen NiveauCorona (Covid-19) in Myanmar: Die Infektionszahlen sind seit dem Sommer rückläufig.

Die politische Situation in Myanmar

Seit der Machtübernahme durch das Militär am 1. Februar 2021 herrscht in Myanmar der Ausnahmezustand, mit großen Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Unter anderem Banken, der öffentliche Verkehr und die medizinische Versorgung sind davon betroffen. Außerdem kommt es regelmäßig zu Störungen im Telefon- und Internetverkehr. In Teilen des Landes gilt eine Ausgangssperre von 20:00/22:00 bis 04:00.

Myanmar ist weiterhin der Schauplatz von teilweise gewalttätigen Konflikten, bei denen regelmäßig Schusswaffen und Sprengkörper zum Einsatz kommen. Deswegen raten das Auswärtige Amt und die meisten europäischen Behörden von Reisen nach Myanmar ab. Europäischen Bürgern, die sich derzeit in Myanmar aufhalten, wird empfohlen, das Land so schnell wie möglich zu verlassen.

Einreisemöglichkeiten nach Myanmar

Trotz der positiven Entwicklung der Corona-Infektionszahlen und Impfungen in Myanmar, gilt derzeit ein vorläufiges Einreiseverbot bis zum 31. Januar 2022. Hierdurch gibt es momentan auch keine kommerziellen Flüge mehr in das Land. Auch über den Landweg ist es derzeit so gut wie unmöglich, in das Land einzureisen. Viele Grenzübergänge sind geschlossen oder nur für Bewohner der angrenzenden Länder zugänglich.

Nur in Ausnahmesituationen ist es möglich, als Ausländer nach Myanmar zu reisen. Diese Ausnahmeregelung gilt z. B. für dringende Missionen der Vereinten Nationen oder für offizielle diplomatische Staatsbesuche. In diesen Ausnahmefällen sollten Reisende vor der Abreise einen Antrag bei der Botschaft Myanmars einreichen. Wer unter diesen Bedingungen nach Myanmar reisen möchte, muss bei der Abreise das negative Resultat eines PCR-Tests für Corona aufweisen können, der vor weniger als 72 Stunden abgenommen wurde. Anschließend müssen Reisende bei der Ankunft mindestens 7 Tage in Quarantäne. Die myanmarischen Behörden koordinieren den Aufenthalt in einem Quarantänehotel. Reisende müssen selbst für die Kosten dieses Aufenthalts aufkommen.

Visumantrag für die Einreise nach Myanmar

Es ist im Moment nicht möglich, ein Visum für Myanmar zu beantragen, da die Ausländerbehörde des Landes, als Reaktion auf die Coronapandemie, ein strenges Einreiseverbot verhängt hat. In dringenden Ausnahmesituationen ist es in manchen Fällen möglich, dennoch eine Einreisegenehmigung zu erhalten. In diesem Fall sollten Reisende sich an die Botschaft von Myanmar wenden.

Anfang 2022 teilte die Regierung von Myanmar mit, dass aufgrund von Corona bis zum 31. Januar 2022 keine neuen Visa mehr ausgestellt werden. Es wird erwartet, dass die Ausländerbehörden um dieses Datum herum eine neue Mitteilung über mögliche Anpassungen der Maßnahmen gegen Covid-19 veröffentlichen.

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Ausreise aus Myanmar

Das Auswärtige Amt empfiehlt deutschen Staatsbürgern in Myanmar, in Zusammenhang mit dem Staatsstreich, so schnell wie möglich nach Deutschland zurückzukehren. Kommerzielle Fluggesellschaften bieten noch immer regelmäßig internationale Flüge aus Myanmar an. Häufig geht es hierbei um regionale Fluggesellschaften, mit Destinationen wie z. B. Singapur oder Bangkok. Diese Flüge kann man meistens nicht online buchen, sondern man muss sie direkt über die betreffende Fluggesellschaft oder ein Reisebüro buchen. Drucken Sie alle benötigten Dokumente vor dem Antreten der Reise aus, denn das WLAN am Flughafen von Rangoon ist schlecht. Falls Sie das Land nicht verlassen wollen oder können, ist es ratsam, die örtlichen Regeln rundum Covid-19 genau im Auge zu behalten und zu befolgen. Myanmar verhängt manchmal schwere Strafen, wenn Corona-Vorschriften nicht eingehalten werden.

Für die Rückreise nach Deutschland müssen Reisende generell einen Covid-19-Nachweis mit sich führen. Dies bedeutet, dass Personen ab sechs Jahren einen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfnachweis besitzen müssen. Im Falle des Testnachweises ist ein PCR- oder Antigentest erforderlich, der zum Abflugzeitpunkt maximal 48 Stunden alt ist. Myanmar gilt laut dem Auswärtigen Amt nicht als Risikogebiet in Hinsicht auf das Coronavirus, weswegen eine Einreiseanmeldung oder Quarantäne nicht verpflichtend ist.

Für die Rückreise nach Österreich hantiert die Regierung die 2-G+-Regelung. Dies beinhaltet, dass Einreisende ab 12 Jahren einen Impf- oder Genesenennachweis besitzen müssen und zusätzlich einen molekularbiologischen Test (z. B. PCR-Test) machen müssen. Der Testzeitpunkt darf im Moment der Einreise höchstens 72 Stunden zurückliegen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Reisende, die eine Boosterimpfung erhalten haben oder die zweimal geimpft und danach genesen sind. Reisende, die die 2-G+-Vorschriften nicht erfüllen, müssen vor der Einreise eine Registrierung zur Pre-Travel-Clearance durchführen. Außerdem müssen sie nach der Ankunft sofort in Quarantäne und dürfen diese erst dann verlassen, wenn ein negatives PCR-Testresultat vorliegt.

Bei der Einreise in die Schweiz muss ein Einreiseformular ausgefüllt und ein negatives Testresultat vorgewiesen werden. Gültig sind PCR-Tests, die zu Reiseantritt nicht älter als 72 Stunden sind, sowie Antigentests, die zu Reiseantritt nicht älter als 24 Stunden sind. Reisende, die weder geimpft noch genesen sind, müssen zusätzlich 4-7 Tage nach der Ankunft einen PCR-Test oder Antigentest machen und das Resultat beim Kanton melden. Es gilt keine Quarantänepflicht.

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