Der US-amerikanische Kongress verhandelt derzeit über verschiedene Maßnahmen, darunter auch eine Erhöhung der Gebühren für die elektronische Reisegenehmigung für die USA (ESTA).
Am 19. Mai 2025 veröffentlichte das Congressional Budget Office (CBO) eine Analyse, in der die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Erhöhung der ESTA-Kosten untersucht wurden. Die US-Behörden möchten mit dieser Preiserhöhung die Kosten, die durch Einwanderung entstehen, und die Kosten für die nationale Sicherheit decken.
ESTA für viele Reisende in die USA verpflichtend
Im Jahr 2025 nehmen weltweit 42 Länder am ESTA-Programm teil. Reisende, die einen Reisepass einer dieser Länder besitzen, benötigen für die Einreise in die USA kein Visum. Sie können stattdessen eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) beantragen. Das gilt für Geschäftsreisen, Urlaube und Transits. Derzeit betragen die Konsulatsgebühren für das ESTA 21 USD. Nach einer möglichen Erhöhung würden die Konsulatsgebühren auf 40 USD steigen.
Erforderliche Schritte für die Einführung
Eine Erhöhung der Kosten kann nur durchgeführt werden, wenn alle erforderlichen Schritte gesetzt werden. Der Vorschlag muss zunächst im Kongress angenommen werden. Danach muss eine Mehrheit im Senat erreicht werden. Zum Schluss muss der Präsident den Gesetzesentwurf unterschreiben. Erst danach tritt das neue Gesetz in Kraft.
Zweck der Preiserhöhung
Die US-Behörden möchten mit dem Gesetzesentwurf ihre Einnahmen erhöhen und sicherheits- und einwanderungsbezogene Kosten auf Reisende verlagern. Das CBO hat berechnet, dass eine Preiserhöhung auf 40 USD den US-Behörden einen Einnahmenzuwachs von 3,8 Milliarden USD bringen könnte. Dem CBO zufolge könne damit das Haushaltsdefizit zwischen 2025 und 2034 um 3,1 Milliarden USD verringert werden. Das CBO (Congressional Budget Office) ist für die Schätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzesentwürfen zuständig. Das CBO reicht selbst keine Gesetzesentwürfe ein, aber Berichte des CBO sind ein wichtiger Schritt im Gesetzgebungsverfahren.
Verändertes Image der USA
Obwohl sich (für die meisten Reisenden) seit dem Amtsantritt des Präsidenten Trump rechtlich nichts verändert hat, zeigen verschiedene Umfragen, dass das Interesse internationaler Reisender an den USA stark zurückgegangen ist. Nach Angaben der Financial Times ist die Zahl der Reisenden aus Westeuropa, die die USA besuchen, im März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent zurückgegangen. In einigen Ländern lag der Rückgang sogar bei über 20 Prozent.
Mögliche negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft
Oxford Economics prognostiziert für das Jahr 2025 einen starken Rückgang um 8,5 Milliarden USD der Ausgaben internationaler Touristen im Land. Das würde einen Rückgang um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten. Das Forum World Travel & Tourism Council erwartet sogar einen katastrophalen Verlust von 12,5 Milliarden USD an Ausgaben internationaler Touristen in den USA. Insbesondere ist der Rückgang der kanadischen Besucher auffallend. In der Vergangenheit war dies die weitaus größte Gruppe internationaler Touristen in den USA, aber auch Kanadier/-innen entscheiden sich zunehmend dafür, die USA zu boykottieren.
Der richtige Zeitpunkt für eine Preiserhöhung?
In einer Zeit, in der die Tourismusbranche in den USA ohnehin vor großen Herausforderungen steht, kommt der Vorschlag einer Preiserhöhung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Eine zusätzliche finanzielle Hürde könnte dazu führen, dass weniger internationale Reisende in die USA reisen möchten.
Beantragen Sie jetzt das ESTA zum alten Preis
Derzeit gelten noch die alten Preise für das ESTA. Auf dieser Website können Sie ein deutschsprachiges Antragsformular verwenden. Bevor Sie den Antrag stellen, sollten Sie die Einreisebestimmungen mit dem ESTA überprüfen. Das ESTA ist ab der Erteilung höchstens 2 Jahre gültig. Zum Zeitpunkt der Antragstellung brauchen Sie das genaue Ankunftsdatum noch nicht zu wissen. Eine Schätzung reicht aus. Wenn Sie vorhaben, in den nächsten zwei Jahren in die USA zu reisen, können Sie das ESTA bereits jetzt beantragen.