Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 15.09.2020 | ±3 Minuten Lesezeit

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta zeigt sich sehr zufrieden mit den Maßnahmen, die die Tourismusunternehmen gegen die Verbreitung des Coronavirus ergriffen haben. Kenyatta zufolge sind die Sicherheit und Gesundheit der Besucher jetzt ausreichend gewährleistet, und kann der Tourismussektor in Kenia daher langsam wieder hochgefahren werden. Die Visa- und Quarantänebestimmungen für Kenia sind je nach Staatsangehörigkeit der Reisenden unterschiedlich.

Kenia erhielt Gütesiegel: „Safer Tourism Seal"

Das Tourismusministerium in Kenia hat bekannt gegeben, dass das Land als eines der ersten weltweit, das Gütezeichen „Safer Tourism Seal" erhalten hat. Minister Najib Balala nahm die Auszeichnung während einer Online- Konferenz über Tourismus entgegen. Das Siegel wird von der "Rebuilding Travel"-Initiative vergeben, einer Organisation, die sich aus Unternehmen der Tourismusbranche, Tourismusministern, Wissenschaftlern und anderen relevanten Personen der Reisebranche zusammensetzt. Laut Balala ist diese Auszeichnung ein Beweis dafür, dass Kenia alles in seiner Macht Stehende getan hat, um das Coronavirus zu bekämpfen. Balala hofft, dass diese unabhängige Auszeichnung Reisende ermutigen wird, Kenia als Urlaubsziel zu wählen.

Nicht immer Quarantäneverpflichtungen bei der Einreise

Präsident Kenyatta bittet ausländische Reisende, das Land wieder zu besuchen. Die Kosten für die vielen Attraktionen, die Kenia zu bieten hat, sind im Verhältnis zu früher sehr niedrig, um für Touristen so attraktiv wie möglich zu sein. Das gilt auch für die Quarantänemaßnahmen: Kenia hat die verpflichtete vierzehntägige Quarantäne für 130 Länder aufgehoben. Dies betrifft vor allem afrikanische Länder (mit Ausnahme von Tansania), aber auch Reisende aus europäischen Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen bei der Ankunft nicht in Quarantäne zu gehen.

Es gibt jedoch immer noch eine Reihe von Regeln, die Reisende einhalten müssen. Beispielsweise müssen Reisende eine Bescheinigung über einen negativen PCR-Test haben, aus der hervorgeht, dass sie nicht mit Corona infiziert sind. Dieses Attest darf nicht länger als 96 Stunden vor der Ankunft in Kenia ausgestellt worden sein. Reisende, die Krankheitssymptome zeigen, werden unter Quarantäne gestellt und die Kosten davon muss der/die Reisende selbst tragen. Touristen müssen auch einen Mund-Nasen-Schutz verwenden, wenn sie das Haus verlassen.

Für Reise nach Kenia Visum erforderlich

Während die Quarantänebestimmungen für Reisende aus vielen Ländern aufgehoben wurden, bleibt die Beantragung eines Visums für Kenia obligatorisch. Visa machen einen nicht unbeträchtlichen Teil der Tourismuseinnahmen des Landes aus und bleiben daher bestehen. Das bedeutet, dass Reisende für die Einreise nach Kenia ein Visum beantragen müssen. Ein großer Vorteil des kenianischen Visasystems besteht darin, dass es weitgehend digitalisiert ist. Staatsangehörige von Ländern, für die Kenia die Verwendung des E-Visums erlaubt hat, können dieses online beantragen. Das Visum erhalten Sie nach der Erteilung per E-Mail und müssen Sie dann ausdrucken. Sowohl Reisende aus Deutschland und Österreich als auch aus der Schweiz können ein E-Visum beantragen und erhalten. Mit diesem Visum dürfen Sie einmal nach Kenia einreisen (Single-Entry-Visum) und höchstens 90 Tage in Kenia bleiben. Für mögliche erneute Besuche an das Land muss ein neues Visum beantragt werden.

Safariveranstalter sind erleichtert über die Grenzöffnung

Kenia ist als Safari-Reiseziel bekannt und berühmt. Touristen aus der ganzen Welt reisen in das Land, um die „Big Five", die fünf beliebtesten Tierarten in Kenia: Löwe, Elefant, Büffel, Nashorn und Leopard, zu spotten. Es ist daher keine Überraschung, dass die Reiseveranstalter, die Safaris organisieren, sehr zufrieden über die Entscheidung der Regierung zur Wiederaufnahme des Tourismus sind. Sie ergreifen oft zusätzliche Maßnahmen, damit Touristen sich beim Buchen einer Safari sicherer fühlen. So haben beispielsweise mehrere Reiseveranstalter bereits angekündigt, dass Buchungen, die aufgrund der Coronakrise storniert werden müssen, vollständig erstattet werden. Laut Tourismusminister Najib Balala sind die Hotels in der Masai Mara, Kenias beliebtestem Safari-Ziel, bereits wieder beinahe vollgebucht. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Reservierungen von inländischen Besuchern, aber Balala hofft, dass das ein Signal für ausländische Urlauber ist, dass die Safaris wieder „open for business" sind.